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König Kunde

Der Wunsch der Verbraucherinnen und Verbraucher nach niedrigen Stromrechnungen ist verständlich. Deshalb wird in der Bevölkerung die Neuordnung des Strommarktes auch allgemein begrüßt. Die Verbraucherinnen und Verbraucher versprechen sich sowohl einen Kostenvorteil als auch eine größere Entscheidungsfreiheit.

Die Preispolitik einiger neuer Stromanbieter zeigt hohe Grundpreise und niedrige Kilowattstunden-Kosten. Dadurch entsteht bei manch einem Verbraucher der Eindruck, nunmehr könne man viel verbrauchen, ohne viel zu zahlen.

Somit reizt der liberalisierte Strommarkt den Kunden zum Vielverbrauch und nicht zum, unter Umweltgesichtspunkten dringend notwendigen, Stromsparen.

Andererseits verursacht die Vielfalt und Undurchsichtigkeit der Angebote bei den Stromkunden Unsicherheit. Unsicherheit ist allerdings keine gute Basis für solche bedeutsamen Entscheidungen, wie sie der Wechsel des Stromlieferanten darstellt. So ist es auch weiter nicht verwunderlich, dass trotz anfänglich großem Interesse sich bislang nur verhältnismäßig wenige Verbraucherinnen und Verbraucher zu einen Wechsel entschlossen haben.

Der Präsident des Umweltbundesamtes, Professor Dr. Andreas Troge:
„Es ist wichtig, dass die Nutzung der erneuerbaren Energien eng verknüpft ist mit dem rationellen und sparsamen Umgang mit Energie: Nur wenn wir insgesamt weniger Energie verbrauchen, wird der Anteil erneuerbarer Energien am Energiemix in absehbarer Zeit steigen. Die rationelle Energiewandlung und -Nutzung und die erneuerbaren Energien sind untrennbare Partner.“

Gesucht und gefunden: Die aufgeklärten Kunden
Das Zögern vieler Verbraucherinnen und Verbraucher, den Werbesprüchen der neuen Anbieter auf den Leim zu gehen, spricht für ihr hohes Umweltbewusstsein. Viele Verbraucher wissen oder ahnen, dass nicht billige und „riskante“ Kilowattstunden, sondern preiswürdige Energiedienstleistungen wie warme Wohnung, gekühlte Getränke oder effi-ziente Beleuchtung und Kraftnutzung das Ziel sein müssen. 

Das setzt vor allem das Sparen von Energie auf breiter Front voraus. Die heute noch bestehenden Hemmnisse beim Energiesparen müssen zügig abgebaut werden, damit Energie aus erneuerbaren Quellen gegen jede Form nichterneuerbarer Energie fair konkurrieren kann. Das Ziel muss sein, bei gleichem Nutzen und ohne Komfortverlust den derzeitigen Energieverbrauch zwischen 30 % (z. B. bei Strom) und 70 % (z. B. Wärme bei Gebäuden) auf Dauer zu senken und damit die Energierechnungen zu halbieren.

Es gibt viele positive Signale, dass dieses gelingen kann. Ein besonders anschauliches Beispiel aus der Energiepolitik ist das Projekt der hessenENERGIE. Mit einer Finanzspritze wurden dort Haushalte in einem Pilotprojekt energiewirtschaftlich beraten und neu ausgerüstet (neue Haushaltsgeräte, Energiesparlampen u. a.). Hinzu kamen Empfehlungen über das Verbrauchsverhalten (kein Stand-by-Betrieb bei Elektrogeräten, Wäsche auf der Leine trocknen u. a.). Das Ziel war, den Stromverbrauch um 25 Prozent zu senken. Das Ganze geschah durch wirtschaftlich vorteilhafte Investitionen, aber ohne besonderen Umweltidealismus oder Komfortverzicht.

Die Ergebnisse waren positiv. Einige Haushalte haben das gesetzte Ziel sogar übertroffen. Dort, wo es nicht auf Anhieb geklappt hat, waren meistens Fehlinvestitionen in Haushaltsgeräte, die nicht so sparsam waren, wie deklariert, die Ursache.

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