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Wettbewerb

Freier Wettbewerb auf dem Strommarkt - leuchtende Zukunft für die Verbraucher?

Beim Stromkauf ist nichts mehr so wie früher. Wurde der Strom bisher nur von einem Stromlieferanten angeboten gibt es auf einmal ein ganzes Paket unterschiedlicher Angebote von neuen Händlern und Lieferanten. Manche dieser Angebote klingen verlockend: niedrigere Preise, umweltfreundliche Stromerzeugung, großzügige Beigaben bei Vertragsabschluss…

Kann man diesen Angeboten trauen? Ist jetzt Strom eine Ware wie jede andere? Wird die Stromerzeugung umweltfreundlicher? Wird die Haushaltskasse entlastet?

Den Anstoß für mehr Marktwirtschaft auf dem Strommarkt verdanken wir Europa. Genauer gesagt: der „EU-Binnenmarktrichtlinie Elektrizität“. Sie hat überall in der Europäischen Union Veränderungen auf dem Strommarkt eingeleitet und diesen Markt liberalisiert. Wie bereits im Telefonmarkt, tritt nunmehr auch im Strommarkt an die Stelle der Monopolwirtschaft die Marktwirtschaft. Wir alle können unseren Stromlieferanten frei bestimmen.

Für das beste Angebot soll der Markt sorgen. Was aber ist das beste Angebot? Ist es das billigste, das umweltverträglichste, das wirtschaftlichste?

Eine funktionierende Marktwirtschaft setzt einiges voraus. So sollten genügend leistungsstarke Anbieter im Markt für einen fairen Wettbewerb sorgen. Der Markt sollte für den Kunden übersichtlich sein, damit er in der Lage ist, das für ihn beste Angebot wahrzunehmen. Schließlich muss der Kunde genau wissen, was er will.

Ist der freie Strommarkt für die Kunden übersichtlich?
Die Freigabe (Liberalisierung) des Strommarktes in Deutschland hat für den Kunden eine schwer durchschaubare Vielfalt neuer Tarife mit sich gebracht. Von Transparenz oft keine Spur! Grundkosten und Kilowattstunden-Preise werden nicht sauber getrennt. Den Verbraucherinnen und Verbrauchern werden wichtige Informationen über die Anbieter und die Herkunft des angebotenen Stromes vorenthalten.

Auf Dauer Billigstrom?
Manche Befürworter eines freien Strommarktes sehen vorrangig nur ein Ziel: Möglichst niedrige Strompreise! Dabei akzeptieren sie nahezu jedes Mittel bis hin zu einem ruinösen Verdrängungswettbewerb. Allem zu Grunde liegt der Glaube an die positiven Kräfte der Marktwirtschaft, wonach am Schluss zum Wohle des Kunden nur die leistungsfähigsten Stromerzeuger übrig bleiben. 

Ob dieses so sein wird, muss die Entwicklung zeigen. Manche Kritiker der Strommarktliberalisierung befürchten, dass kurzfristig billige Strompreise die Verbraucher langfristig teuer zu stehen kommen. Wenn als Folge von Kampf- und Dumpingpreisen am Schluss nur die finanzkräftigsten Bieter übrigbleiben, wird nicht der Markt, sondern die verbliebenen Anbieter den Preis bestimmen. Auch weisen diese Kritiker zu Recht darauf hin, dass Strom wegen seiner Umweltfolgen keine Ware zum Verramschen sein darf. Trotz sinkender Preise darf künftig nicht mehr Strom verbraucht werden. Im Gegenteil: Energiesparen muss die Devise der kommenden Jahre sein.

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